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![]() | Vegesack - der älteste künstliche Hafen in Deutschland Dass Vegesack der älteste künstlich angelegte Hafen Deutschlands ist, kann geschichtlich belegt werden. Nicht ganz klar dagegen ist, woher dieser schöne Name stammt. Böse Zungen behaupten ja, dass im alten Hafenviertel Kneipe bei Kneipe war, die sich redlich darum mühten, den Durst der Seeleute nach Bier und anderen Annehmlichkeiten des Lebens zu stillen. |
1601 wird schließlich der Bau eines künstlichen Hafens, unterhalb der Stadt bei Vegesack, beschlossen. Die finanziellen Mittel stammten zum Teil vom Rat der Hansestadt, zum größten Teil von der Stiftung "Haus Seefahrt", die über ansehnliche Mittel verfügte. Hafen und Havenhaus, das als Verwaltungsgebäude und Gasthaus zugleich diente, wurden nach Fertigstellung verpachtet. So ergab sich die seltsame Situation, daß der Pächter des Hafens Bremen-Vegesack Verwalter und Gastwirt zugleich war. Das alte "Havenhaus" in Bremen-Vegesack ist mit der Geschichte der Bremer Kauffahrtei - wie auch mit dem Wirken der Stiftung "Haus seefahrt" - eng verbunden. Das Haus entstand in den Jahren 1643-1648, die heutige Form 1781. Die Fertigstellung bedeutete den Abschluß der Bauarbeiten am Hafen von Vegesack, der bereits in den Jahren zuvor von 1618 bis 1621 entstanden war, als der erste künstliche Hafen Deutschlands überhaupt. | ![]() |
![]() | Navigare necesse est - Seefahrt tut not ...hieß damals Bremens schicksalsbestimmende Devise. Stolze Segler trugen den Namen der Stadt in die Welt hinaus wie hier das Vollschiff "EUROPA", ein Walfänger, der ebenfalls in Vegesack beheimatet war. Vegesack entwickelte sich nicht nur zum Umschlagsplatz für Waren aller Art, es wurde schnell Heimathafen für eine große Walfangflotte. Später bestimmte dann der Heringsfang das Bild des Hafens an der Lesummündung. |