Die Idee: Ein Rundkurs zwischen Elbe und Weser
Was also, wenn man diesen Kanal wieder schiffbar machen würde? Welche Bedeutung könnte er heutzutage bekommen?
Kann man es sich wirklich leisten, ein Projekt wie diese nicht in Angriff zu nehmen? Welchen Nutzen hätte die
Natur davon? Und welchen Nutzen hätte der Mensch? Sprechen nicht so viele Argumente dafür, mehr, als dagegen?
Nehmen wir mal an, man könnte auf zwei Ruten von der Weser zur Elbe gelangen. Wäre das nicht ein idealer Rundtörn
durch ansprechende Landschaften mit interessanten Orten, die es zu erkunden gilt? Die alte Hafenstadt Bremen,
das maritime Vegesack, Worpswede, Bremervörde, die Oste hinab nach Hechthausen oder Neuhaus. Die Elbe hinab nach
Cuxhaven und dann zurück über das malerische Otterndorf, das Moorheilbad Bad Bederkesa, Bremerhaven und wieder die
Weser hinauf. Charterboote wären für dieses Revier zu haben, kleine Yachthäfen oder Marinas entstehen entlang der
Wasserstraßen. Campingplätze und Infrastruktur für die Wasser- und Landtouristen. Merke, wo Boote sind, sind nicht
nur Seeleute, auch Sehleute kommen dahin.
Und die Natur? Das beste Beispiel, dass es doch geht, ist der Hadelner Kanal. Immer wieder trifft man dort auf Buchten,
die für Flora und Fauna reserviert sind und gut angenommen werden. Man könnte Moore rekultivieren, weil man durch die
Schleusen im Kanal gleichmäßige Wasserstände hat. Uferzonen können so gestaltet sein, dass Tiere und Pflanzen eine
Möglichkeit haben, sich wieder anzusiedeln. Es gibt so viele Möglichkeiten, die sich erst von Fall zu Fall ergeben,
dass man hier nur ein grobes Bild von den Möglichkeiten malen kann.
Eins hingegen ist sicher: entlang der Wasserstraßen würde sich alsbald eine Infrastruktur bilden, die den Menschen dort
Lohn und Brot bringen würde. Menschen, die in dieser Region ihren Urlaub verbringen, und Skipper, die ihre Route
zur Ostsee auswählen können. Eine Öffnung des Wasserweges hätte fast nur Vorteile.